Avast vs AVG: welches im Jahr 2026 wählen?
Avast und AVG sind dasselbe Unternehmen — also welches wählen? Echte Unterschiede, Datenskandal und solidere Alternativen.
Redakteur Technologie und Cybersicherheit
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Avast vs. AVG: gleiches Unternehmen, zwei Produkte — welches wählen?
Kuriosität, die viele nicht wissen: Avast und AVG sind seit 2016 dasselbe Unternehmen (Avast übernahm AVG für 1,3 Milliarden €; beide gehören heute Gen Digital, demselben Konzern wie Norton). Sie teilen sich Erkennungs-Engine, Cloud-Infrastruktur und Bedrohungsdatenbank.
Was ist also der echte Unterschied? Positionierung, Design und einige spezifische Funktionen. Dieser Artikel entmystifiziert die Wahl.
Erkennungs-Engine: praktisch identisch
Beide nutzen seit 2017 dieselbe Anti-Malware-Engine. In AV-TEST 2026: Avast One 5,5/6,0, AVG Internet Security 5,5/6,0 — identische Werte. Reale Erkennungsrate: ~99,8 % bei beiden.
Technisches Unentschieden bei der Erkennung. Wenn das Kriterium reiner Schutz ist, sind sie austauschbar.
Kostenlose Version: AVG gewinnt in Einfachheit
AVG Free: Echtzeitschutz, Anti-Phishing, WLAN-Scan, ohne Zeitbeschränkung. Saubere und wenig aufdringliche Oberfläche. Gilt als das «ehrlichste» kostenlose AV am Markt.
Avast Free: identischer Schutz, aber mehr Pop-up-Hinweise, die ein Upgrade vorschlagen. Enthält Behavior Shield und Network Inspector in der kostenlosen Version — Vorteil gegenüber AVG.
Für Basis-Nutzer, die nur Schutz ohne Belästigung wollen: AVG Free gewinnt. Für alle, die mehr kostenlose Funktionen wollen und Pop-ups tolerieren: Avast Free.
Bezahlversionen: feine Unterschiede
AVG Internet Security (34,99 €/Jahr): Fokus auf wesentlichen Schutz — Antivirus + verbesserte Firewall + Email Shield + Hack Alerts + Sensitive Data Shield. Sauberere Oberfläche.
Avast Premium Security (44,99 €/Jahr): alles, was AVG hat + Real Site (DNS-Schutz gegen Spoofing) + Sandbox + Anti-Ransomware Shield. Mehr Funktionen, höherer Preis.
Avast One Premium (59,99 €/Jahr): geht weiter und enthält unbegrenztes VPN + Bereinigungs-Tools + Passwort-Manager + Identitätsüberwachung — entspricht Norton 360 oder Bitdefender Premium.
Datenschutzbedenken — die Vorgeschichte
2020 wurde Avast von der FTC wegen Verkaufs von Surf-Daten der Nutzer über die Tochterfirma Jumpshot (mittlerweile geschlossen) mit einer Strafe belegt. AVG, als Tochter, wurde mit derselben Kontroverse in Verbindung gebracht. Das Unternehmen zahlte 16,5 Millionen USD und überarbeitete seine Datenschutzrichtlinie.
2026 haben beide überarbeitete und auditierte Richtlinien, aber die Vorgeschichte bleibt vielen Nutzern in Erinnerung. Wer Privatsphäre priorisiert, kann Bitdefender oder Kaspersky bevorzugen (beide mit regelmäßigen Transparenz-Audits).
Endurteil
Für kostenlose Basisnutzung: AVG Free (sauberere Oberfläche, weniger Pop-ups).
Für günstiges Upgrade: AVG Internet Security (34,99 €/Jahr).
Für Komplettpaket: Avast One Premium (VPN + Passwort-Manager + Identität).
Wenn Sie Privatsphäre über alles schätzen: wählen Sie Bitdefender. Wenn Sie Avast/AVG-Einfachheit schätzen: AVG ist 2026 die bevorzugte Empfehlung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind Avast und AVG wirklich dasselbe Unternehmen?
Ja, seit 2016. Beide gehören aktuell zu Gen Digital (das auch Norton und LifeLock besitzt). Sie teilen sich die Erkennungs-Engine.
Welche kostenlose Version ist besser?
AVG Free für sauberere Oberfläche und weniger aufdringliche Pop-ups. Avast Free für mehr enthaltene Funktionen (Behavior Shield, Network Inspector) aber mit mehr Upgrade-Hinweisen.
Lohnt sich Avast Premium oder AVG Internet Security?
Macht Sinn, wenn Sie mit der Marke bereits vertraut sind. Zum gleichen Preis gibt es Alternativen mit besseren Testergebnissen (Bitdefender, Kaspersky, Norton). Avast/AVG belegen Platz fünf/sechs in unserem Ranking 2026.
Ist der Datenverkaufs-Skandal gelöst?
2020 zahlte das Unternehmen 16,5 Millionen USD an die FTC und schloss Jumpshot. 2026 wurden die Richtlinien überarbeitet und auditiert, aber einige Nutzer bevorzugen Alternativen mit saubererer Datenschutz-Vorgeschichte (Bitdefender, Kaspersky).
